Baufinanzierung: 3 wichtige Fragen & Antworten auf dem Weg zur Wunschimmobilie

Auf der Suche nach der passenden Baufinanzierung stellen sich einige Fragen: Was kann ich mir leisten? Welches Finanzierungskonzept passt zu mir? Welcher Finanzierungspartner kommt in Frage? Für diese Fragen stellt der fibelo Blog alle wichtigen Informationen zusammen.

 

Dank derzeit noch immer niedriger Kreditzinsen ist ein Haus- oder Wohnungskauf für viele besonders attraktiv. Bevor man sich jedoch auf die Suche nach seinem Traumhaus begibt, sollte man sich über folgende Fragen einer möglichen Baufinanzierung Gedanken machen:

 

Was kann ich mir leisten?

 

Legen Sie zunächst fest, was sie sich maximal leisten können. Das ermöglicht ihnen, sich gezielt auf die Suche nach einer finanzierbaren Immobilie zu begeben und vermeidet unnötige Enttäuschungen. Wer verliebt sich schon gerne in seine Wunschimmobilie und muss dann feststellen, dass er sich diese gar nicht leisten kann oder sich damit langfristig in finanzielle Schwierigkeiten begibt. Wie teuer ihre Immobilie maximal sein darf, lesen Sie hier (…).

 

Außerdem sollte man auch die meist nicht unerheblichen Nebenkosten eines Immobilienkaufs unter die Lupe nehmen. Welche Nebenkosten beim Immobilienkauf auf Sie zukommen können, lesen Sie hier (…).

 

Welche Faktoren sind bei einem Finanzierungskonzept zu beachten?

 

Eigenkapital einbringen

 

Im derzeitigen Niedrigzinsumfeld ist es sinnvoll, sämtlich verfügbare finanzielle Mittel in ihre Immobilienfinanzierung fließen zu lassen, da die Kreditzinsen über den aktuellen Sparzinsen liegen. Sollten Sie beispielweise 20.000 Euro auf einem Tagesgeldkonto angelegt haben, erhalten Sie derzeit maximal einen Zins von ca. einem Prozent. Es lohnt sich daher nicht, den Betrag für eine spätere Tilgung des Darlehens anzulegen, sondern die Darlehenssumme von Beginn an gering zu halten.

 

Außerdem wird der Zinssatz einer Baufinanzierung in der Regel noch günstiger, umso mehr Eigenkapital Sie in ihre Immobilienfinanzierung einbringen.

 

Die Zinsbindungsdauer solange wie möglich festlegen

 

Bei der Baufinanzierung wird mit dem Kreditgeber ein fester Zinssatz für eine bestimmte Laufzeit festgeschrieben. Diese Laufzeit nennt sich Zinsbindungsdauer. Wenn das Darlehen nach dieser Zeit noch nicht abbezahlt ist, entsteht ein Restdarlehen, welches nach Ablauf der Zinsbindung neu vereinbart werden muss. Die in Deutschland populärste Zinsbindungsdauer seit Langem, sind zehn Jahre. In der Regel ist der Darlehensbetrag jedoch nicht nach zehn Jahren getilgt. Genau hier besteht ein großes Risiko, welches vielen Kreditnehmern nicht bewusst ist. Denn keiner weiß, wie sich das Zinsniveau innerhalb der nächsten zehn Jahre entwickelt. Historisch gesehen ist es aber eher unwahrscheinlich, dass die Zinsen dann noch immer so niedrig sind wie heute.

 

Aus diesem Grund ist es derzeit sinnvoll die Zinsen länger als zehn Jahre fest zu vereinbaren, sodass der günstige Zinssatz so lange wie möglich gesichert wird. Einige Banken bieten Zinsbindungen von 15 oder auch 20 Jahren an.

 

Tilgungssatz so hoch wie möglich festlegen

 

In den meisten Fällen wird bei einer Immobilienfinanzierung mit dem Kreditgeber eine monatliche Rate vereinbart. Diese setzt sich aus einem Zins- und einem Tilgungsteil zusammen. Diese Rate wird „Annuität“ genannt. Nimmt man beispielweise ein Darlehen in Höhe von 100.000 Euro auf und geht von einem festgeschriebenen Zins von 2,5 Prozent und einem Tilgungssatz von 2 Prozent aus, ergibt dies eine monatliche Rückzahlungsrate von 375 Euro. Dies ist natürlich eine angenehm niedrige monatliche Belastung, jedoch zahlt man das Darlehen in diesem Fall über 31 Jahre zurück.

 

Da die Kreditzinsen momentan so gering sind, sollte man den Tilgungssatz also so hoch wie möglich ansetzen. Erhöht man in dem eben genannten Beispiel die Tilgung von 2 Prozent auf 6 Prozent, liegt man bei einer monatlichen Rückzahlungsrate von rund 708 Euro und hat damit sein Darlehen nach 13 Jahren getilgt. Wer sich also eine höhere monatliche Belastung erlauben kann, sollte dies nutzen.

 

Sondertilgungen nutzen

 

Wer seinen Kredit so schnell wie möglich zurückzahlen will und Zinsen sparen möchte, kann eine Sondertilgungsmöglichkeit innerhalb des Darlehensvertrages vereinbaren. Hier besteht neben der regelmäßigen, monatlichen Tilgung die Möglichkeit einmal im Jahr ggf. unerwartete Geldzuflüsse zur schnelleren Rückzahlung des Darlehens einzusetzen. Wann eine Sondertilgung sinnvoll ist und wie sich diese auf ihre Finanzierung auswirkt, lesen Sie hier (…).

 

Welcher Finanzierungspartner kommt in Frage?

 

Auf der Suche nach der passenden Immobilienfinanzierung sollten Sie sich unbedingt mehrere Angebote einholen und vergleichen. Lassen Sie ihre Hausbank wissen, dass sie sich Wettbewerbsangebote von anderen Finanzierungspartnern einholen. Vergleichen Sie dabei die angebotenen Zinssätze und Laufzeiten und legen Sie auch ein Augenmerk auf einkalkulierte Kosten und Provisionen.

 

 

Eine Immobilienfinanzierung ist immer eine sehr individuelle und meist langfristige Angelegenheit, welche besser einmal mehr durchdacht und hinterfragt werden sollte.

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